Richtlinie zur Inhaltsmoderation
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-12
(Content Moderation Policy)
Die WeSendit Media AG stellt technische Dienste zur Übertragung, Speicherung und Veröffentlichung von Inhalten bereit. Als technischer Intermediär ist WeSendit grundsätzlich nicht verpflichtet, sämtliche Inhalte proaktiv zu überwachen.
Gleichwohl behält sich WeSendit vor, Inhalte zu prüfen und Massnahmen zu ergreifen, sofern konkrete Hinweise auf Rechtsverstösse, missbräuchliche Nutzung oder Verstösse gegen interne Richtlinien vorliegen.
Diese Richtlinie beschreibt die Grundsätze und Verfahren der Inhaltsmoderation.
1. Grundsätze der Moderation
Die Moderation erfolgt unter Beachtung folgender Leitprinzipien:
- Rechtmässigkeit
- Verhältnismässigkeit
- Transparenz
- Schutz der Meinungsfreiheit
- Schutz von Rechten Dritter
WeSendit nimmt keine allgemeine Vorabkontrolle sämtlicher Inhalte vor. Eine Moderation erfolgt insbesondere bei Kenntniserlangung durch:
- Meldungen Dritter
- automatisierte Sicherheitssysteme
- interne Prüfprozesse
- behördliche Anordnungen
2. Anwendungsbereich
Diese Richtlinie gilt für Inhalte, die über folgende Dienste bereitgestellt oder veröffentlicht werden:
- File Sharing
- File Management
- Branding Channels
- Community-Bereiche
- Werbeinhalte
- sonstige digitale Plattformbereiche der WeSendit Media AG
Nicht erfasst sind Inhalte, die ausschliesslich auf Drittplattformen gehostet werden und nicht der technischen Kontrolle von WeSendit unterliegen.
3. Kategorien unzulässiger Inhalte
Unzulässig sind insbesondere Inhalte, die:
- gegen geltendes Recht verstossen
- strafbare Handlungen fördern oder darstellen
- geistige Eigentumsrechte verletzen
- Persönlichkeitsrechte oder Datenschutzrechte verletzen
- diskriminierend, extremistisch oder gewaltverherrlichend sind
- Schadsoftware oder technische Manipulationsversuche enthalten
- geeignet sind, die Integrität der Plattform zu gefährden
Diese Aufzählung ist nicht abschliessend.
4. Prüfverfahren und Massnahmen
Erhält WeSendit konkrete Hinweise auf mögliche Verstösse, erfolgt eine Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände.
Abhängig von der Schwere des Verstosses können folgende Massnahmen ergriffen werden:
- temporäre Ausblendung oder Sperrung
- dauerhafte Entfernung des Inhalts
- Einschränkung von Funktionen
- Sperrung oder Kündigung des Nutzerkontos
Massnahmen werden unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit getroffen.
5. Automatisierte Systeme
WeSendit kann automatisierte Systeme zur Erkennung von Schadsoftware, sicherheitsrelevanten Mustern oder klar rechtswidrigen Inhalten einsetzen.
Automatisierte Prüfungen dienen primär der technischen Sicherheit und ersetzen keine umfassende rechtliche Bewertung jedes Einzelfalls.
6. Transparenz und Nutzerrechte
Betroffene Nutzer können – sofern rechtlich zulässig – über Moderationsmassnahmen informiert werden.
Nutzer haben die Möglichkeit, eine Überprüfung zu beantragen, wenn sie der Ansicht sind, dass eine Massnahme unbegründet erfolgt ist.
WeSendit behält sich vor, bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstössen dauerhafte Einschränkungen vorzunehmen.
7. Verhältnis zur Notice-and-Takedown-Policy
Sofern eine Moderationsmassnahme auf einer formellen Rechtsverletzungsmeldung beruht, gilt ergänzend die Richtlinie zur Meldung und Entfernung rechtswidriger Inhalte.
Diese Content Moderation Policy ergänzt bestehende gesetzliche Verpflichtungen und ersetzt diese nicht.
8. Haftung
WeSendit haftet nicht für Inhalte von Nutzern, soweit gesetzlich zulässig.
Ebenso haftet WeSendit nicht für wirtschaftliche Nachteile, die aus verhältnismässigen Moderationsmassnahmen resultieren, sofern diese nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig erfolgen.